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19.02.2023 03:10
w (@w@peertube.stream)

Welcome to Mastodon. Now What?

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14.02.2023 11:30
talking-about-grassroots-media-as-a-step-away-from-the-current-techshit (@talking-about-grassroots-media-as-a-step-away-from-the-current-techshit@hamishcampbell.com)

Talking about grassroots media as a step away from the current #techshit

Hamish Campbell on the #openweb and rebooting indymedia Hamish Campbell, a veteran of radical media for more than 30 years, argues that mainstream technology and culture are failing us. The rise of the #dotcon platforms has commodified our lives: closed silos like #Facebook and #Instagram harvest our attention and data, locking us into systems that serve profit, not people. Attempts to build alternatives around an #encryptionist agenda have gone nowhere. As a result, the tech giants […]

hamishcampbell.com/talking-abo





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23.12.2022 06:00
2022 (@2022@blog.clickomania.ch)

Eine Pleite auf ganzer Linie

2022 war kein gutes Jahr für Facebook bzw. Meta.

Um zu diesem Schluss zu kommen, brauchen wir uns nur den Aktienkurs anzuschauen, der von 340 US-Dollar auf ein Tief von 88 Dollar im November gefallen ist. Das Geschäft mit der Werbung lief dieses Jahr lausig. Schuld daran ist nicht nur die Inflation und die schlechte Stimmung bei den Konsumenten.

Auch die strengeren Datenschutzregeln bei Apple haben in diesem Jahr durchgeschlagen. Wir erinnern uns: Apple hat mit iOS 14 die Tracking-Transparenz-Initiative umgesetzt und in den Einstellungen bei Datenschutz & Sicherheit > Tracking die Option Apps erlauben, Tracking anzufordern eingeführt. Die können wir generell abschalten. Falls wir das Tracking zulassen, dürfen wir pro App bestimmen, ob sie persönliche Daten sammeln darf oder nicht.

«Meta gewinnt am Ende des Jahres an Glaubwürdigkeit»

Das führte dazu, dass in diesem Jahr der Gewinn und die Marge rückläufig waren, woraufhin Mark Zuckerberg auf die Weise reagiert hat, wie grosse Konzerne in solchen Fällen immer reagieren: Sie führen knallhart Entlassungen durch. Bei Meta wurde anfangs November eine gewaltige Zahl von Leuten auf die Strasse gestellt. Dafür gab es Lob bei der Wirtschaftspresse. Die «Handelszeitung» etwa schreibt:

Mit der überraschenden Entlassung von 11’000 Mitarbeitern zeigt Meta Konsequenz in der Kostenbewirtschaftung und gewann wieder an Glaubwürdigkeit.

Nicht bei mir, würde ich anmerken. Jedenfalls findet der Autor dieses Beitrags, der schwache Aktienkurs sei gar nicht so schlimm und Meta womöglich unterbewertet. Vor allem auf Instagram ruhen seine Erwartungen: Die Bedeutung der ehemaligen Foto-Plattform steigt noch immer und dürfte inzwischen die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmachen. Und bei den Videos, den Reels, sei noch mehr herauszuholen, findet die «Handelszeitung».

Soweit die Finanzen, die mich nur bedingt interessieren. Worum es hier zentral gehen soll, ist die Innovation. Und da stehen bei Meta zwei Dinge im Raum:

Wer hat Angst vor Tiktok? (Der Mark hat Angst vor Tiktok)

Erstens die radikale Vertiktokisierung von Instagram und Facebook. Ich stehe der kritisch gegenüber: Meta scheint kein soziales Medium mehr sein zu wollen. Daraus folgt eine Entmündigung von uns Nutzerinnen und Nutzern. Aus Sicht des Konzerns zeigt es, dass die Kernidee, die Vernetzung der Menschheit, kein hohes Ideal, sondern bloss Mittel zum Zweck war. Und der Zweck ist, natürlich, Geld zu verdienen. Wobei, kleine Randbemerkung, mir scheint, Meta hätte dieser Umbau der Plattformen aufs Jahresende gebremst oder womöglich sogar zurückgefahren. Das könnte man positiv werten, aber auch als Zeichen nehmen, dass Mark Zuckerberg völlig ratlos ist.

Trotzdem haben wir gesehen, dass Meta einen als Bedrohung wahrgenommenen Konkurrenten entweder aufkauft oder ohne jede Scham kopiert. Ich will das nicht moralisch werten. Wir sollten uns aber für die Zukunft merken, dass Mark Zuckerberg kein Innovator ist und wohl auch nie einer sein wird. Für mich ist Instagram in diesem Jahr endgültig gestorben. Wenn es euch auch so geht, können deswegen ein Tränchen verdrücken. Aber wir sollten uns keine Illusionen darüber machen, dass es so kommen musste.

Also, mit der Feststellung, dass Mark Zuckerberg nicht von grossen Visionen, sondern von der Freude an Macht und Geld getrieben wird, wenden wir uns dem zweiten Elefanten im Raum zu.

Hey Mark, was macht das Metaversum?

Das ist das Metaversum, das Mark Zuckerberg Ende 2021 ausgerufen hat. Von diesem Metaversum war dieses Jahr noch nicht viel zu spüren – ausser in meiner Inbox, wo die Pressemeldungen einlaufen. Dort gab es andauernd Ankündigungen, dass diese oder jene Klitsche sich eine Präsenz im Metaversum geleistet hat. Nur ein Beispiel:

Die Zahl der Modemarken, die sich in die Welt des Metaverse, Web3 und der virtuellen Markenerlebnisse wagen, nimmt ständig zu. Ezgi Cinar, eine Visionärin und der Zeit immer einen Schritt voraus, definiert mit ihrer ersten Kollektion auf Vivents den zeitgenössischen Glamour und die Codes der modernen Begehrlichkeit neu.

Der Banause, der ich bin, hat sich bei der Lektüre dieses Mails gefragt, ob man Cynar nicht mit Y schreibt. Ich habe meinen Irrtum aber zum Glück schnell erkannt. Übrigens, es scheint mir kein Zufall, dass in diesem E-Mail auch ein zweites Buzzword nicht fehlt. Mal sehen, ob ihr es entdeckt:

In Zusammenarbeit mit Vivents, dem sozialen Marktplatz für Kunst, Luxus und NFTs, schliessen sich die Marken zusammen, um neue Territorien zu erschließen und die begehrtesten Verkäufer und Käufer von heute und morgen zusammenzubringen.

Klar, NFTs, mit denen wir im Nerdfunk im letzten Jahr stinkreich geworden sind. Im Vergleich zum Metaversum sind die immerhin schon eine Realität.

Was Meta als Einpeitscher der Metaversums-Revolution angeht, gab es 2022 kleine Fortschritte. Mark Zuckerberg hat es geschafft, Avatare mit Beine auszustatten. Microsoft ist nun ein Metaversums-Partner. Ausserdem hat der Konzern Ende Oktober die Meta Quest Pro lanciert, eine Virtual-Reality-Brille, wie man sie fürs Metaversum benötigt.

Meta Quest Pro zieht sich doch keiner freiwillig über

Ich hatte sie noch nicht selbst auf dem Kopf, sodass ich mir keine Meinung bilden kann. Aber wenn ich mir die ellenlange Besprechung vom «The Verge» zu Gemüte führe, dann erkenne ich ein technisches Spielzeug, das meilenweit von jeder Praxistauglichkeit entfernt ist: Teuer ist sie, die Brille, schwer und so technoid, dass ich mir bei fast keinem Menschen aus meinem Umfeld vorstellen kann, dass sie es ernsthaft in Erwägung ziehen würden, so ein Ding in ihrem Alltag zu nutzen¹.

[caption id=“attachment_25356″ align=“aligncenter“ width=“1536″] Und so gehts an die virtuelle Sitzung mit dem Verwaltungsrat (oder dem Scheidungsanwalt). Bild: Fb[/caption]

Fazit: In diesem Jahr hat sich Meta von seinem Ursprung als Socia-Media-Unternehmen entfernt und ist dem hehren Ziel der Dominanz in der virtuellen Sphäre nicht entscheidend nähergekommen. 2022 war für Mark Zuckerberg ein verlorenes Jahr². Und wenn wir noch einmal auf die wirtschaftliche Seite zurückkommen dürfen: Mark Zuckerberg hat bei der Ankündigung des Metaversums «10’000 Jobs in Europa» versprochen – stattdessen sind jetzt 11’000 Jobs weltweit gestrichen worden. Wenn dieses Minus von 21’000 Arbeitsstellen aufgeholt ist, können wir ernsthaft weiterreden.

Fussnoten

1) Tech-Journalisten natürlich ausgeklammert. ↩

2) Zum Metaversum und dessen Stagnation gibt weitere Ausführungen im Interview, das ich «Persönlich» geben durfte: «Musk hat sich als ignoranter Milliardär gezeigt». ↩

Beitragsbild: Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter (Martin Sanchez, Unsplash-Lizenz).

#Facebook #Instagram #Jahresmusterung



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18.11.2022 07:42
szhang_ds (@szhang_ds@ioc.exchange)

India requires several threads to go through. I found five networks of fake accounts ("IT cells") across the political spectrum - 2 pro-BJP, 2 pro-INC, 1 pro-AAP.

As a large, populous, and important country, India was high-pri at FB. The company agreed pretty quickly to take them down.

They took out 4/5. We found the 5th IT cell was ran by MP Vinod Sonkar (BJP - Kaushambi), the LS Chair of Ethics; the company went silent and refused to act (5/?)

#india #socialmedia #bjp #aap #inc #facebook





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18.11.2022 07:14
szhang_ds (@szhang_ds@ioc.exchange)

If you want to read more about my work:

In Honduras: theguardian.com/technology/202

In Azerbaijan: theguardian.com/technology/202

In India: I recommend caravanmagazine.in/media/sophi (should have no paywall inside India.)

In the U.S., my own work contributions were minor, but I was the one who raised it when a right-wing marketing firm ran ads for left-wing political parties, didn't file paperwork, and someone unrelated told the FEC they were responsible: theguardian.com/technology/202

(2/?)

#socialmedia #facebook




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18.11.2022 07:09
szhang_ds (@szhang_ds@ioc.exchange)

If you've just started following me and want to know more:

I worked at FB from 2018-2020 before turning whistleblower in early 2021 (linking the initial guardian piece.)

Everything you've read about my work on fake accounts in the press wasn't part of my official job; I moonlighted in it in my spare time. This included catching the governments of Honduras/Azerbaijan running troll farms/IT cells, and the work I did in the U.S./India. (1/?)

#socialmedia #facebook

theguardian.com/technology/202




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12.11.2022 00:27
Horaz (@Horaz@muenchen.social)

Ich hole mal meinen #neuhier-Tröt nach, ich bin nämlich seit geraumer Zeit #neuhier. Und überhaupt in Social Media, weil ich meine Gedanken, Fotos und Freundschaften nicht in die Hände von Firmen geben wollte, die damit Geld verdienen.

Ich war also nie bei #Twitter, #StudiVZ, #Lokalisten, #Facebook, #Instagram, #WhatsApp usw.

Das Spektakel nach der Übernahme von #Twitter durch diesen Psychopathen #Musk gibt mir irgendwie Recht, finde ich.




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05.09.2022 06:00
2022 (@2022@blog.clickomania.ch)

Youtube war von der schnellen Truppe, Facebook ein Spätzünder

Als Journalist erlebt man viele erste Male. Es gehört zu unseren Aufgaben, über Newcomer zu berichten und sie dem Publikum vorzustellen. Es ist dabei gleichgültig, ob es sich nun um Personen, Phänomene, Trends oder Unternehmen handelt – wobei ich es in meinem Feld der Technik naturgemäss vor allem mit Erfindungen, Produkten und neuen Dienstleistungen zu tun bekomme.

Beim ersten Mal ist das Timing entscheidend: Es ist wichtig, die Sache nicht zu überstürzen. Es bringt nichts, einem Newcomer eine halbe Seite in der Zeitung einzuräumen, nur um festzustellen, dass es ihn drei Wochen später schon nicht mehr gibt. Für die Berichterstattung in einem grossen Medium braucht es ausreichend Relevanz und ein Verantwortungsbewusstsein. Aber klar: wir sollten auch nicht erst dann mit einer Meldung hinter dem Ofen hervorkriechen, wenn alle schon längst Bescheid wissen.

Der Momentums-Moment

Der Clou ist, den Moment zu erwischen, wenn ein Produkt oder ein Unternehmen kurz davor steht, den Massenmarkt zu erreichen. Diese Abschätzung finde ich nach wie vor schwierig – aber heute haben wir immerhin die sozialen Medien als Seismografen.

Eine Erkenntnis ist, dass das Tempo stark variiert, mit dem Unternehmen, Technologien oder Produkte ihren Durchbruch erzielen.

Ein echter Spätzünder war Facebook. Diese Plattform ist im Februar 2004 gegründet worden, doch erst im April 2006 hat mit der NZZ ein Schweizer Medium über sie berichtet; allerdings nur in zwei Nebensätzen in einem langen Text zu Kontaktplattformen.

Ab da war Facebook immer mal wieder in den Medien, aber immer nur im Kontext von Übernahmen und Branchen-Entwicklungen. Erst am 23. Juli 2007 schrieb «Cash», Facebook sei «die heisseste Web-Firma». Ab da ging es los: Vor allem die Wirtschaftsredaktoren berichteten über Facebook, weil im Oktober 2007 Microsoft bei Facebook einsteigen wollte. Beim Kräftemessen der grossen Konzerne, zu denen Facebook damals noch nicht gehörte, aber bei dem es beteiligt war, hat für Aufmerksamkeit gesorgt.

Doch aus Anwendersicht war Facebook auch 2007 fast komplett uninteressant. Ich habe das soziale Netzwerk erst ein Jahr später vorgestellt. Und schon das war verhältnismässig früh. Wie die Folge 86 unseres Tagi-Podcasts «Digitalk», Vernetzt an allen Ecken und Enden, anschaulich aufzeigt, hat Facebook erst anfangs 2009 ernsthaft zu reden gegeben. Und auch damals noch war der Zweck von Facebook weniger klar als von Twitter, Xing oder Linkedin.

Keiner hat hierzulande auf soziale Medien gewartet

Meines Erachtens ist die Interpretation nicht verkehrt, dass mit der Idee der sozialen Medien weder die Schweizer Medien noch die Schweizer Nutzerinnen und Nutzer viel anfangen konnten – die wenigen Myspace-Fans einmal ausgeklammert.

[caption id=“attachment_23472″ align=“aligncenter“ width=“956″] HD war nicht. Youtube im Juli 2006.[/caption]

Ganz anders die Videos im Web. Diese Idee hat auch hierzulande sofort eingeleuchtet. Dementsprechend ging der Durchbruch bei Youtube viel schneller: Zwischen der ersten Meldung hierzulande und dem grossen «Das dürfen Sie nicht verpassen!»-Vorstellung zogen bloss gut sechs Monate ins Land.

Allerdings: Bis die Schweizer Medien überhaupt Wind bekommen haben, ging es nach der Gründung vom 14. Februar 2005 ein Jahr: Am 18. Januar 2006 hat «24 heures» als erstes Schweizer Medium berichtet; allerdings bloss in einem Kasten, in dem es darum ging, wie man eigene Fotos und Videos ins Netz bringt:

Youtube. com: Das Pendant zu Flickr und Co. für Videos. Ermöglicht es, die auf dem Handy aufgenommenen Sequenzen hochzuladen und in einem Blog zu veröffentlichen.

«Youtube, dieses Flickr für Videos»

Was der Sache nicht unbedingt gerecht wird. Am 23. Februar 2006 hat sich die «Basler Zeitung» der Sache angenommen. Unter dem Schlagwort «Web 2.0» wurden diverse Plattformen vorgestellt, die man heute unter dem Schlagwort User-generated content subsumieren würde:

Was Flickr für Fotos ist, bietet «YouTube» für die bewegten Bilder: eine Video-Community. Auch hier zeigt sich eine enge Vernetzung der Benutzerinnen und Benutzer dieses Dienstes. Wer sein Video «YouTube» anvertraut, muss nicht lange warten, bis die ersten Kommentare und Bewertungen eintreffen.

Die erste ernsthafte Auseinandersetzung erfolgte am 1. Juni 2006 in der «Weltwoche»:

Das meiste ist Mist, der Rest grossartig: Youtube.com zeigt der etablierten Unterhaltungsbranche, wie man ein Millionenpublikum gewinnt: mit Gratisfilmen.

Im Sommer 2006 war Youtube in den grossen Medien angekommen und am 10. Juli 2006 habe ich die Gelegenheit genutzt, der Videoplattform einen «Tipp der Woche» zu widmen:

Millionen von Filmschnipseln abrufbereit

Die Erkenntnis, die auch retrospektiv den Nagel auf den Kopf getroffen hat, lautete damals: «Youtube als globaler Kinosaal für die Amateurfilmer hat ein enormes Potenzial. Die postulierte ‹neue Clip-Kultur› lässt sich bis jetzt nur mit viel Wohlwollen erkennen. Als Alternative zur Ödnis auf dem TV-Schirm taugt Youtube.com aber schon jetzt, denn so gut wie viele Pannen-, Werbespot- oder ‹Lustige Heimvideos›-Shows im Privatfernsehen ist die Video-Community allemal.»

Beitrag: Die Schweizer standen Social-Media-mässig lange auf der Bremse (Chuttersnap, Unsplash-Lizenz).

#Facebook #Sommerserie #SozialeMedien #TechPremiere #Youtube



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19.07.2022 18:03
the-smartest-messaging-method-is-not-a-segregated-mess-of-whatsapp-signal-telegram-sms-slack-teams-facebook-instagram-wechat-etc (@the-smartest-messaging-method-is-not-a-segregated-mess-of-whatsapp-signal-telegram-sms-slack-teams-facebook-instagram-wechat-etc@bookofadamz.com)

The smartest messaging method is not a segregated mess of WhatsApp, Signal, Telegram, SMS, Slack, Teams, Facebook, Instagram, WeChat, etc.

https://bookofadamz.com/the-smartest-messaging-method-is-not-a-segregated-mess-of-whatsapp-signal-telegram-sms-slack-teams-facebook-instagram-wechat-etc/





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19.05.2022 06:00
2022 (@2022@blog.clickomania.ch)

Bei Facebook blockiert?

Es gibt die grossen Gründe, um Facebook abgeneigt zu sein: der miese Datenschutz, die fragwürdigen, undurchschaubaren Algorithmen, das Versagen bei Fakenews, Desinformation und Propaganda – und so weiter.

[caption id=“attachment_22512″ align=“alignright“ width=“139″] Claudio Zanetti hat mich blockiert. Und ich habe es verkraftet.[/caption]

Es existieren auch kleine Gründe, weswegen man über Mark Zuckerbergs Plattform die Nase rümpft. Einer davon ist die Art und Weise, wie die Beziehungen gemanagt – oder nicht gemanagt – werden. Während einem Twitter ins Gesicht sagt, wenn man von einem Nutzer blockiert worden ist, macht Facebook alles, um einem diese Information vorzuenthalten.

Warum? Geht es darum, meine Nerven zu schonen und meine Gefühle nicht zu verletzen? Falls das die Ursache sein sollte, dann wäre das an Scheinheiligkeit nicht zu übertreffen. Denn so lange man nicht blockiert worden ist, darf man sich auch üble Dinge an den Kopf werfen, ohne dass das Konsequenzen hätte. Denn Facebook bekämpft die Hassrede ein wenig, wiegelt aber gleichzeitig ab.

Ich habe neulich an einem konkreten Beispiel durchexerziert, wie aus Corona-Leugnern Putin-Fans werden. Der Facebook-Post, den ich als Grundlage für meine Argumentation genommen habe, stammt von Angela H.B., deren Profil ein paar Tage nach meiner Berichterstattung nicht mehr zugänglich war. Beim Aufruf des fraglichen Beitrags erschien bloss die Meldung: «Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar».

[caption id=“attachment_22511″ align=“aligncenter“ width=“616″] «Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar» – ein Rumgeeiere sondergleichen.[/caption]

Natürlich lag die Vermutung nahe, dass sie sich von mir nicht länger anhören wollte, sie sei ein willfähriges Sprachrohr für Putins Propaganda. Aber es standen auch zwei andere Möglichkeiten im Raum: Facebook hätte ihr Profil sperren können, weil ich ihren Post als Fehlinformation gemeldet hatte. Oder sie hätte selbst ihrer Karriere in diesem sozialen Netzwerk ein Ende setzen können, zumal sie sich auch von einigen meiner Freunde harte Kritik hat gefallen lassen müssen.

Facebook lässt einen im Unklaren

Aber welche der drei Möglichkeiten ist es denn nun? Die Facebook-Sperrung erschien mir unwahrscheinlich, da man es normalerweise eine Rückmeldung gibt. Doch auch die Blockierung durch Angela H.B. erschien mir nicht plausibel. Denn ihre Kommentare unter meinen Posts waren noch vorhanden – ich war jedoch der Meinung, dass die bei einer Sperre ganz verschwinden.

Wie lässt sich das herausfinden? Es gibt im Netz diverse Anleitungen, die aber oft nichts taugen. Meines Erachtens gibt es nur zwei brauchbare Methoden:

Wenn die fragliche Person ihre Posts mit der Zielgruppe Öffentlich publiziert hat und ein Link zu einem der Posts greifbar ist, dann verwendet man entweder einen Browser, bei dem man bei Facebook nicht eingeloggt ist oder man öffnet ein privates Fenster (auch Inkognito-Fenster genannt) und gibt dort den Link ein. Wenn der Beitrag erscheint, dann ist der Fall klar: Man wurde blockiert.

Sollte der Blogpost nur für ein eingeschränktes Publikum veröffentlicht worden sein, dann bittet man einen Freund, nach dem Namen der fraglichen Person zu suchen. Wenn er fündig wird, dann ist die Sache ebenfalls eindeutig: Man wurde blockiert.

Der Trick mit dem Zweit-Konto

Man kann stattdessen auch ein zweites Facebook-Konto einrichten und das für die Suche verwenden. Ich bin diesen Weg gegangen, und er hat Gewissheit gebracht: Angela H.B. hat mich blockiert. Gleichzeitig konnte ich mich davon überzeugen, dass der ursprüngliche Beitrag weiterhin online ist und sich Facebook offensichtlich nicht daran stört, wenn mutmassliche Kriegsverbrechen geleugnet werden.

Interessantes Detail am Rand: Mein Zweit-Facebook-Account, den ich für kleine Überprüfung eingerichtet habe, hat keine halbe Stunde überlebt. Facebook hat ihn nach einigen wenigen Klicks deaktiviert, weil er «gegen die Gemeinschaftsstandards verstossen» habe.

[caption id=“attachment_22510″ align=“aligncenter“ width=“805″] So sei es.[/caption]

Wenn man sich ansieht, was alles nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstösst, dann ist diese Begründung hanebüchen – ich habe nichts getan, ausser ein paar öffentliche Posts anzusehen. Ich gehe davon aus, dass ein Algorithmus geschnallt hat, dass ich versucht habe, die Sperrung zu umgehen. Das dürfte daran liegen, dass ich mit beiden Konten von der gleichen IP-Adresse aus zugegriffen habe.

Warum nicht mal Tacheles reden?

Doch um es klar zu sagen: Die Sperrung meines Zweit-Kontos ist richtig. Es handelt sich um eine Massnahme gegen Stalking, das, wie man weiss, auch mittels sozialer Medien betrieben wird. Aber warum windet sich Facebook auch hier um Klartext herum und schreibt wolkig vom «Verstoss gegen Gemeinschaftsstandards, statt den Vorwurf – «Wir glauben, dass du Angela H.B. stalken möchtest» – klar zu benennen?

Und damit sind wir wieder beim Anfang: Wenn Facebook keinen Eiertanz aufführen würde, wenn jemand einen blockiert, dann wäre diese Stalking-verdächtige Nummer gar nicht nötig gewesen.

Übrigens: Die Experten raten dazu, bei Stalking klare Grenzen zu setzen: «Machen Sie der Stalkerin/dem Stalker einmal und unmissverständlich klar, dass Sie keinen Kontakt (mehr) wünschen; im Idealfall vor Zeugen und/oder schriftlich festgehalten», heisst es bei der Schweizerischen Kriminalprävention.

Auch darum sollte Facebook nicht diese seltsame Ghosting-Methode anwenden, sondern Sperrungen klar als solche benennen. Denn zum anständigen menschlichen Umgang gehört nun einmal, dass auch Beziehungen ordentlich beendet werden: So geht entfreunden. Konfliktscheue bringt nichts. Und man schleicht nicht einfach davon.

Beitragsbild: Wieder einmal ein Daumen nach unten für Mark Zuckerberg (Markus Spiske, Unsplash-Lizenz).

#Facebook



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09.04.2022 22:19
w (@w@peertube.stream)

Fediverse Shorts for Beginners: Pt 3: Which Fediverse Server is Right for You?

peertube.stream/w/a2FT1dU2ammt




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02.04.2022 19:03
w (@w@peertube.stream)

Fediverse Shorts for Beginners: Pt 2: Which Fediverse Platform is Right for You?

peertube.stream/w/uSB9YzosBBvZ




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