paypal

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12.12.2025 19:03
fuersi (@fuersi@mastodontech.de)

So, Paypal Konto heute gekündigt und Daten Löschung beantragt.
Hab ich lang genug vor mir her geschoben.
#PayPal




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12.12.2025 17:34
rasibo (@rasibo@bonn.social)

*kopfschüttel* ... Das nehme ich dann endlich zum Anlass (hatte ich schon einige Zeit vor), mich von einem weiteren US-amerikanischen Dienst zu verabschieden: netzpolitik.org/2025/fintech-u

#PayPal #DUTgemacht #digitaleSouveränität





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12.12.2025 17:18
2025 (@2025@extradienst.net)

FinTech und Datenschutz

PayPal sammelt die sexuellen Vorlieben von Kunden

PayPal ist im Frühjahr ins Werbegeschäft eingestiegen. Der Finanzdienstleister hortet umfangreiche persönliche Informationen über Menschen, die ihn nutzen, und stellt solche Daten Werbetreibenden zur Verfügung. Ein juristisches Gutachten zeigt nun, dass das illegal ist.

Mit Paypal kann man jetzt auch in Geschäften zahlen – und sogar auf dem Flohmarkt, wie Schauspieler Will Ferrell in einer Werbekampagne zeigt. In der deutschen Version sagt er zu einem kleinen Jungen, der ihn beim Kauf einer Actionfigur über den Tisch zieht: „Wenigstens meine Daten sind sicher vor euch Abzockern.“ Doch die Aussage ist nicht wahr.

Die Finanztransaktionsplattform PayPal positioniert sich in einer Werbekampagne als Alternative zum Bargeld. Dabei gibt es einen drastischen Unterschied zwischen beiden Zahlungsmitteln. Bargeld wird zwar auch getrackt, aber die Daten, die Paypal erhebt – und an Werbetreibende verkauft – sind viel umfassender als nur die Info, welche Summe von wo nach wo wandert.

Das Netzwerk Datenschutzexpertise hat die Datenschutzpraxis von Paypal im Rahmen eines juristischen Gutachtens untersucht und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis. Das Unternehmen erfasst, was du zu welchem Preis kaufst, von welchem Unternehmen du es erwirbst, und wohin du es liefern lässt. Es speichert Standortdaten, die Liste der Apps auf deinem Telefon, welches Gerät und welchen Browser du benutzt und welche Websites du besuchst.

PayPal speichert teils sogar die sexuelle Orientierung

Das Unternehmen erlaubt sich laut Datenschutzerklärung auch, deinen Fingerabdruck zu erfassen, dein Einkommen, deine Telefon- und Steuernummer, deinen Beruf, dein Alter, dein Geschlecht, deine Kreditwürdigkeit und deine finanzielle Situation. In dem Datensatz, den der Konzern über dich anlegt, sind – so die Datenschutzerklärung – womöglich auch religiöse Überzeugungen, politische oder philosophische Ansichten, Behinderungen und die sexuelle Orientierung vermerkt, sowie „Daten aus den von Ihnen verknüpften Drittkonten“.

PayPal kann laut dem Gutachten extrem sensible Informationen sammeln, weil auch Zahlungen an Gesundheitseinrichtungen oder Anwält*innen, sowie Spenden an politische Parteien und religiöse Institutionen über die Plattform abgewickelt werden. PayPal speichert die Daten, so lange das Konto existiert und zehn Jahre darüber hinaus.

Seit dem Frühjahr ist PayPal auch im Werbe-Business

Paypal ist im Internet das populärste Zahlungsmittel. Im Frühjahr 2025 – kurz vor dem Start der Webekampagne mit Will Ferrell – ist der Konzern auch ins Werbegeschäft eingestiegen. Er nutzt dabei Zahlungsdaten, um Werbung zu personalisieren.

Das Netzwerk Datenschutzexpertise schreibt in seinem Gutachten: „Die hohe Aussagekraft der Finanztransaktionsdaten begründet ein hohes Nutzungs- und auch ein hohes Missbrauchspotenzial“. So sei damit beispielsweise manipulative Werbung möglich und auch eine diskriminierende Preisgestaltung.

Dabei muss Zahlungsverkehr in Deutschland und Europa eigentlich anonym ablaufen. Ausnahmen von der Regel sind nur erlaubt, wenn sie eindeutig nötig und gut begründet sind.

PayPal speichert sensible Daten ohne explizite Einwilligung

Laut des Gutachtens informiert PayPal seine Kund*innen nicht hinreichend darüber, wofür, an wen und auf welcher Rechtsgrundlage Daten weitergegeben werden und speichert die Daten unerlaubt lange. Zudem geht das Unternehmen davon aus, dass Menschen mit der Nutzung des Dienstes in die Datenverarbeitung einwilligen. Dabei muss diese Einwilligung – spätestens, wenn es um sensitive Daten, Marketing- und Werbezwecke oder die Weitergabe von Daten geht – tatsächlich bewusst, informiert, genau definiert und unabhängig von der Verfügbarkeit des Dienstes gegeben werden, um rechtmäßig zu sein. Die Kund*innen müssen wissen, wozu sie da eigentlich zustimmen.

Der Konzern bietet Unternehmen die personenbezogenen Informationen laut dem Gutachten in aggregierter Form an. Die Firmen können dann über PayPal auf Webseiten, Apps und Smart-TVs Werbung platzieren, die angeblich die Zielgruppe sehr genau erreicht. Auch der direkte Verkauf der Daten an Werbefirmen war zumindest mal geplant. Über die aktuelle Umsetzung dieses Projekts in Europa ist dem Netzwerk Datenschutzexpertise nichts bekannt.

Einen Teil der Informationen sammelt PayPal angeblich, um betrügerische Kontozugriffe zu verhindern. Im August 2025 waren die Anmeldedaten zu 15 Millionen PayPal-Konten im Darknet aufgetaucht, woraufhin die Zahl der Betrugsversuche massiv in die Höhe ging.

Die Liste der Datenempfänger umfasst 600 Unternehmen

PayPal behält sich vor, die erfassten Daten weiterzugeben, beispielsweise an Behörden, andere Finanzinstitute, Inkassobüros, Auftragsverarbeiter und Partnerunternehmen. Eine Liste mit möglichen Datenempfängern umfasst 600 Firmen aus vielen Staaten der Welt.

Die Datenschutzerklärung, die 7.000 Wörter umfasst, lässt „nicht erkennen, mit welchen Daten auf welcher Rechtsgrundlage welche Zwecke verfolgt werden“, so das Netzwerk Datenschutzanalyse. Problematisch sei, dass sowohl die Kategorien der Daten als auch die Arten der Verarbeitung nur beispielhaft und nicht abschließend aufgeführt werden.

Auch die AGB seien ausgesprochen nutzerunfreundlich. Sie umfassen 17 Dokumente, wobei für Kund*innen nicht ersichtlich sei, welche für sie relevant sind. Hinzu kommen 20.000 Wörter Nutzungsbedingungen ohne Inhaltsverzeichnis. Mit der Eröffnung eines Kontos erklären sich Nutzer*innen mit all diesen Bedingungen einverstanden.

So widerspricht man der Datennutzung zu Werbezwecken

Die Nutzung der Daten zu Werbezwecken ist in PayPal-Konten voreingestellt. Wer das abschalten möchte, muss auf der Website erst auf „Daten und Datenschutz“ und dann auf „personalisierte Angebote und Werbung“ klicken. Dort lässt sich ein Regler zwischen einem grauen und einem schwarzen Feld hin- und herbewegen. Welche die datenschutzfreundliche Option ist, wird nicht erklärt. Der mögliche Opt-Out steht im Widerspruch zur Datenschutzgrundverordnung, wonach die Voreinstellung eine möglichst geringe Datenverarbeitung („Privacy by Default“) vorsehen muss.

Als besonders problematisch sieht das Netzwerk Datenschutzexpertise, dass die personenbezogenen Daten auch nach außerhalb der EU übermittelt werden. Der Hauptsitz von PayPal ist in den USA, dort sind die Daten deutlich schlechter geschützt als in Europa. Zudem ist das Unternehmen gezwungen, Daten an US-Behörden herauszugeben, wenn diese sie anfordern.

Die Datenschutzexpert*innen sehen ihre Analyse der Datenschutzpraxis von PayPal nur als exemplarischen Fall. „Es ist zu vermuten, dass die bei PayPal festgestellten Mängel in ähnlicher Form bei anderen Unternehmen in diesem Bereich bestehen“, schreiben sie. BigTech-Unternehmen würden zunehmend versuchen, auf Finanztransaktionsdaten zuzugreifen, um diese mit Daten aus anderen Anwendungen zu kombinieren und kommerziell zu nutzen. Deshalb fordern die Datenschutz-Expert*innen, die Nutzung von Finanzdaten für Werbezwecke generell zu verbieten.

Laut Heise Online prüft Paypal das Gutachten derzeit. Es lässt sich wie folgt zitieren: „Die Einhaltung der EU-Datenschutzanforderungen ist für uns sowohl für die Entwicklung als auch den Betrieb unserer Produkte von zentraler Bedeutung, um ein qualitativ hochwertiges Erlebnis und Sicherheit im Zahlungsverkehr für unsere Kund:innen sicherzustellen.“

Martin Schwarzbeck ist seit 2024 Redakteur bei netzpolitik.org. Er hat Soziologie studiert, als Journalist für zahlreiche Medien gearbeitet, von ARD bis taz, und war zuletzt lange Redakteur bei Berliner Stadtmagazinen, wo er oft Digitalthemen aufgegriffen hat. Martin interessiert sich für Machtstrukturen und die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten und Menschen und Konzernen. Ein Fokus dabei sind Techniken und Systeme der Überwachung, egal ob von Staatsorganen oder Unternehmen. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.




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12.12.2025 16:44
ht82 (@ht82@mastodon.social)

netzpolitik.org/2025/fintech-u

hat sich zum Standard zum Einsammeln bei Festivitäten und zum schnellen Weg für den Ausgleich von Auslagen gemausert. Der Artikel liefert eine quadrillion weiter Gründe, warum man sich schleunigst nach umschauen und diese auch benutzen sollte.

Wer von Euch hat schon genutzt? Ich kann bislang nur Positives berichten, stoße aber bei anderen Leuten meist nur auf große Augen und Schulterzucken, weil es wohl noch sehr unbekannt ist.




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12.12.2025 16:43
r (@r@fed.brid.gy)

Neues zu #paypal: illegales #Datensammeln. #Datenschutz? Nicht bei US Techkonzernen.

RE: https://bsky.app/profile/did:plc:bd2ad25frux6jav66chr6aiw/post/3m7sa5jq5uc2s




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12.12.2025 16:11
libewa (@libewa@chaos.social)

@claudia_ist_super @yoshiXYZ Nicht jeder ist in unserer linken, datenschützenden Bubble hier auf Mastodon. Die meisten Menschen gehen den Weg des geringsten Widerstands, d.h. Komplexität. #PayPal ist einfach zu nutzen und wird überall akzeptiert. Und anders als Taler oder Wero haben sie den Markt rechtzeitig erobert und auch verteidigt. Warum sollte Otto Normalverbraucher sich eine Taler-ID einrichten, wenn PayPal ihm erlaubt, unkompliziert überall zu bezahlen?




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12.12.2025 15:42
karsbehr (@karsbehr@m.k-behrens.de)

Liebes #PayPal, es wäre ganz schön, wenn man auch nur ansatzweise erkennen könnte, welche Einstellungen bei den Knöpfen was bedeutet. Die Knöpfe einfach nach links oder rechts schieben zu können ohne zu wissen, was an und aus ist, macht irgendwie wenig Sinn.





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12.12.2025 15:30
karsbehr (@karsbehr@m.k-behrens.de)

Es wird echt allerhöchste Zeit, dass sich #Wero etabliert! netzpolitik.org/2025/fintech-u #Paypal




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12.12.2025 15:10
kubikpixel (@kubikpixel@chaos.social)

»FinTech und Datenschutz — PayPal sammelt die sexuellen Vorlieben von #Kunden:
PayPal ist im Frühjahr ins Werbegeschäft eingestiegen. Der Finanzdienstleister hortet umfangreiche persönliche Informationen über Menschen, die ihn nutzen, und stellt solche #Daten Werbetreibenden zur Verfügung. Ein juristisches Gutachten zeigt nun, dass das #illegal ist.«

Das #PayPal Daten sammelt und daran Verdient kommt nicht übberraschend aber welche und in welcher Form ist schon übel.

💳 netzpolitik.org/2025/fintech-u




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12.12.2025 14:59
crickxson (@crickxson@post.lurk.org)

Concrètement, Amer n'a pas de compte #PayPal parce que cette firme ne les autorise pas à Gaza (il a tenté d’en créer plusieurs mais Paypal les clôture). Alors les dons passent par Ahmed Shalha, un professeur d’anglais et vieil ami de la famille. Ahmed réussit à contourner les blocages mis en place par Paypal, reçoit les fonds et les redistribue.

Pourquoi ne pas utiliser les services d’une grande ONG? Il s’agit en fait d’une démarche complémentaire. L'aide directe permet de répondre immédiatement aux besoins d'une famille, sans les délais et les obstacles logistiques.

Pourquoi PayPal? Il semble bien, malheureusement, que ce soit la seule option. Et cela même s’il est douloureux de payer un pourcentage de commission à une entreprise reliée à #Palantir
2/3 qui fournit activement du matériel et des services à l’armée israélienne pour amplifier son entreprise génocidaire.

Comment être certain que l’argent arrive bien à Amer? Il n'y a pas de réel moyen. Nath a décidé de croire Amer et Ahmed. Amer partage son quotidien, ses cris et ses joies malgré tout dans des vidéos ou des posts depuis plus d'un an. Elle a choisi de ne pas laisser la méfiance et l'indifférence paralyser son action. Refuser que l'inaction continue de tuer des familles entières ou les laisser mourir dans des conditions épouvantables.

2/3




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12.12.2025 14:52
maexchen1 (@maexchen1@nrw.social)

@netzpolitik_feed

Erstaunlich wo für man alles ein #Gutachten braucht was eigentlich offensichtlich ist.

#paypal




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12.12.2025 14:36
kkarhan (@kkarhan@infosec.space)

@frumble ja, nur dass #Monero halt keine Cyberfaschistische Kackshice ist sondern digitales #Bargeld.

youtube.com/watch?v=TZi9xx6aiuY
de.wikipedia.org/wiki/Monero
getmonero.org




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