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23.12.2020 08:52
2020 (@2020@stefanpfeiffer.blog)

Social Media-Splitter: Noch nie waren die Anstrengungen in den USA und der EU so groß, die GAFA(M) Plattformen zu regulieren

Zum Jahresende doch nochmals einige Social Media-Splitter, denn es tut sich derzeit eine Menge: US-amerikanische und EU-Behörden haben die großen Plattformen im Visier. Ob daraus resultierend wirklich etwas passiert oder es nur Theaterdonner ist, das werden wir sehen. In den USA gehen Justizminsterium, Bundesstaaten und Gerichte gegen Facebook und Google vor. Google wird Monopolbildung vorgeworfen. Man benachteilige Wettbewerber in der Internetsuche und beim Werbegeschäft. Natürlich stoßen die Wettbewerber von Google wie unten DuckDuckGo* auch in dieses Horn und fordern gleiche Chancen:

https://twitter.com/gerd_armbruster/status/1333660681556676610?s=12

Auch Facebook sieht sich in den USA mit mehreren Kartellklagen konfrontiert. Die Federal Trade Commission (FTC), die zweite maßgebliche Kartellinstanz in den USA fordert konkrete und sehr drastische Sanktionen. Neben Google und Facebook sind auch Amazon und Apple im Visier amerikanischer Kartellbehörden, Apple wegen der Provisionen, die von App-Entwicklern verlangt werden. Was ist denn da los, fragt man sich. Lediglich Microsoft scheint außen vor …

Auch die EU ist aktiv geworden und will die Macht der Konzerne einhegen, “Wir akzeptieren die Machtstellung der großen Plattformen nicht mehr so einfach”, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kürzlich zur ZEIT. Mit dem Digital Markets Act will man sicherstellen, dass die großen, dominanten Tech-Konzerne ihre Marktposition nicht missbrauchen. Geldstrafen von bis zu 10 Prozent des globalen Jahresumsatzes sollen bei Verstößen möglich sein. Wir formulieren es Martin und Simon sio treffend in ihrem (kostenpflichtigen, aber sehr empfehlenswerten) Social Media Watchblog #691: Die halbe Welt legt sich mit Big Tech an.

Eine Handvoll Konzerne sind mächtiger als viele Regierungen – die jahrelang dabei zugesehen haben, wie demokratisch legitimierte Institutionen ihren Einfluss ans Silicon Valley verlieren. Die Politik war schlicht zu langsam und schwerfällig, um mit den Folgen der Digitalisierung Schritt zu halten.

Allmählich ändert sich das. Ende 2020 kulminiert eine Entwicklung, die sich schon länger abgezeichnet hat: Parlamente wollen den Plattformkapitalismus mitgestalten. Die aktuellen Gesetzesvorhaben und Kartellklagen könnten das Netz neu ordnen und Machtverhältnisse grundlegend verschieben.

Die halbe Welt legt sich mit Big Tech an, Facebook vs. Apple: Der Datenschutzstreit eskaliert, Facebook und Twitter nehmen Wahl-Maßnahmen zurück

Das ausführliche Briefing der beiden sei ausdrücklich empfohlen. Halten wir fest: Noch nie vorher waren Dinge so in Bewegung. Wie erfolgreich EU , USA und die anderen Ländern aber sein werden, wird man sehen. Vor allem aber – und darauf macht Patrick Bernau in seinem Kommentar in der FAZ aufmerksam – genügt es nicht, nur zu regulieren:

Die EU macht aus dem Internet ein „ebenes Spielfeld“, wie sie es gern nennt. Jetzt muss Europa aber auch selbst darauf mitspielen. …

Es reicht nicht, die Konzerne anderer Länder zu bändigen. Es müssen auch neue Unternehmen ihren Platz einnehmen wollen.

DSA und DMA reichen nicht: Europa muss Google Konkurrenz machen

Oder wir bringt es Alexander Armbruster auf den Punkt [Ergänzung vom 23.12.2020]:

Die Aufbruchsstimmung der EU-Kommissare Margrethe Vestager und Thierry Breton sollte auch nicht die traurige Seite des neuen Regulierungs-Unterfangens verdecken: Europa hat es bisher nicht vermocht, Suchmaschinen, soziale Netzwerke oder Online-Marktplätze hervorzubringen, die für Milliarden Menschen den Zugang und Aufenthalt im Internet höchst nutzerfreundlich organisieren.

EU droht Internetplattformen: Regeln gegen die Mächtigen im Netz

Können und wollen die Europäer Alternativen schaffen, das “ebene Spielfeld” mit eigenen Lösungen “bespielen”?

Kann Facebook eigentlich überhaupt noch zerschlagen werden?

Auch wird sich die Hoffnung von manch einem auf eine Aufsplittung der Konzerne, beispielsweise von Facebook wahrscheinlich zerschlagen, wie Martin und Simon im vorhergehenden Briefing #689 darstellen. Facebook habe die verschiedenen Tools, Facebook, den Facebook Messenger, Instagram und WhatsApp unterdessen technisch derart verwoben, dass es schwierig werde könnte, sie wieder zu entflechten. Und Jörg Schieb stellt zum unerträglichen Quasimonopol von Facebook im Bereich Komm unikation kjlar [Ergänzung vom 23.12.2020]:

Zuckerberg hat seine Versprechen, WhatsApp und Instagram mehr oder weniger unabhängig zu betreiben, eindeutig gebrochen. Alle Daten fließen zusammen. Instagram und Facebook sind schon lange ein einheitliches Werbenetzwerk.

Kampfansage an die Tech-Giganten – endlich! › Digitalistan

Doch bleiben wir optimistisch, dass sich Dinge vielleicht doch ändern können.

Michael Kroker hat in seinem Wirtschaftswoche-Blog nochmals die beeindruckenden und erschreckenden Zahlen veröffentlicht: Alle vier Dienste hatten demzufolge im 3. Quartal 2020 3,2 Milliarden Nutzer:innen im Monat:

ccc Facebook Reaches 3.2 Billion People Each Month

Ebenso selbstredend das Wachstum an Nutzer:innen, das WhatsApp und Instagram seit über der Übernahme durch Facebook hingelegt haben:

Facebook’s Acquisitions: How It Started, How It’s Going

Explizite Zustimmung zur Nutzung der Nutzerdaten – Das mag Facebook nicht

Doch mögen sich ironischerweise auch zwei der GAFAM-Konzerne nicht besonders. Facebook ist im Clinch mit Apple, Mark Zuckerberg mit Tom Cook. Facebook is nicht “amused” über die geplanten neuen Funktionen von iOS 14, wodurch transparent gemacht werden soll, welche Daten der Nutzer die jeweiligen Apps und Dienste wie verwenden. Und dann gar noch eine notwendige explizite Einstimmung der Nutzer:innen, ein Opt-in, dass ihre Daten verwendet werden dürfen. Bisher muss man aktiv widersprechen, wenn man nicht getrackt werden will. Ich gebe zu, dass ich diese Auseinandersetzung mit einem mehr oder weniger breiten Grinsen verfolge.

Noch zwei weitere Nachrichten, die ich erwähnen will. Facebook hat wohl vor Jahren eine Vereinbarung mit Google getroffen, wonach Google Zugriff auf die WhatsApp-Inhalte von Millionen US-amerikanischer Anwender:innen hatten, die ihre Inhalte auf Google Drive gesichert haben. Schlimm genug.

Und Twitter will wohl Periscope, die Live-Streaming-App von und für Twitter, einstellen. Nutzer sollen danach Livestreams über die Haupt-App von Twitter gesendet werden können. Schauen wir mal, wie sich das entwickelt. Betrifft mich/uns ja auch bei zum Beispiel bei #9vor9.

(Stefan Pfeiffer)

* Ich nutze zur Suche DuckDuckGo oder auch Qwant und verzichte zu 99 Prozent auf Google. Die Suche rufe ich nur auf, wenn ich etwas wirklich nochmals gegenchecken möchte. Geht.

#689 #691 #9vor9 #Datenschutz #EU #Facebook #Google #Instagram #SocialMedia #USA #WhatsApp





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02.05.2017 05:00
2017 (@2017@blog.clickomania.ch)

Apple auf Instagrams Spuren


Apples Video-Wunder-App – und die Alternativen.

Apple hat letzten Monat nicht nur neue iPads angekündigt, sondern auch die Video-App Clips. Nun kann man sich fragen, was die Motivation ist. Apple hat bereits eine schöne Video-App im Portfolio: iMovie heisst sie, und ich nutze sie gern. Wenn man die neue App ausprobiert, dann stellt man allerdings sofort fest, dass Clips (kostenlos) eine andere Klientel anspricht als iMovie. iMovie orientiert sich an den klassischen Videoschnittprogrammen, mit denen man mehrere Aufnahmen zu einem kleinen Filmchen zusammenbaut.

Clips dagegen ist eher eine Kamera-App, mit der man ein paar bewegte Schnappschüsse macht, die mit Effekten versieht und dann bei Facebook, Instagram, Snapchat oder WhatsApp postet. Apple will, so mein Eindruck, bei dem neusten Hype dabei sein. Das sind die «Meine Story»-Funktionen, die es zuerst bei Snapchat gab, und die man nun überall sieht: Bei Facebook und dem Facebook Messenger und sogar bei Excel.

Ein durchschaubarer Versuch, bei der videophilen Jugend zu punkten

Also ein leicht durchschaubarer Versuch, bei der Jugend zu punkten. Ich habe zwar keine Zahlen dazu, aber ich könnte mir vorstellen, dass allein wegen des Preises bei der jüngeren Generation Apple-Telefone weniger begehrt sind als die billigen Android-Teile. Das wäre auf Dauer ein grosser Nachteil für Apple. Denn Leute bleiben ihrem ersten Betriebssystem treu – wie Apple genau weiss, wo die Macs an Schulen noch immer grosse Verbreitung haben.

Die Clips App hat eine wirklich tolle Funktion zur Untertitelung. Die hätte ich gern in Final Cut: Dann wäre es ein leichtes, Varianten meiner Videos für Facebook zu produzieren – denn die Videos werden meistens ohne Ton gehört. Die Effekte sind halbherzig ausgefallen. Vermutlich inspiriert von der Prisma-App, aber ohne dieses Vorbild zu erreichen oder gar zu übertreffen.

Die Latte liegt hoch

In Sachen Effekte liegt die Latte inzwischen sehr hoch. Snapchat hat damit angefangen, in Echtzeit hingerechnete Tiergesichter, Hüte, aus dem Mund schiessende Feuerfontänen und vieles mehr aufs Gesicht zu rechnen. Inzwischen findet man solcherlei auch bei Facebook und bei der Stand-Alone-App MSQRD (Sauglattismus in App-Form). Um da noch zu verblüffen, reichen ein Comic- und ein Scherenschnitt-Filter nicht aus.

[caption id=““ align=“aligncenter“ width=“520″] Die Video-App Splice von Gopro: Durchdacht und mit nützlichen Funktionen wie dem Facebook-Import.[/caption]

Fazit: Es geht noch besser. Und deswegen stelle ich im Video nebst iMovie auch noch Splice, Premiere Clips und Pinnacle Studio vor – drei Apps, die alle etwas mehr hergeben, als Clips, zumindest, wenn man nicht bloss selbstverliebte Clips mit der Selfie-Kamera drehen möchte.

@AndreaJerger @MrClicko „fanden sie den Artikel lesenswert?“ – Nein war ja nicht für Android-Nutzer geschrieben.

— Felix Huber (@huberfe) 1. Mai 2017

Übrigens: Auf Twitter wurde kritisiert, im Video würden nur Apps für iOS vorgestellt. Das stimmt in dem Fall leider tatsächlich. Ich gebe mir jeweils Mühe, möglichst beide grossen Betriebssysteme zu berücksichtigen.

Tipps für Android, anyone?

Doch was Video-Apps angeht, hat Android nicht viel Originelles zu bieten. Oder, auch das ist möglich, ich habe die guten Apps noch nicht gefunden. Darum bitte Tipps in die Kommentare – ich mache gern ein Video mit Empfehlungen für Android, sobald ich genügend Material beieinander habe.

#Instagram


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11.10.2016 06:32
a16-bald-gehts-los (@a16-bald-gehts-los@www.meskasblog.de)

Der Vorbereitungskurs ist fast abgeschlossen

Mein 9-wöchiger Auslandsaufenthalt steht unmittelbar bevor. Heute und morgen habe ich noch zwei Tage frei, bevor es am kommenden Samstag nach Alicante geht. Meine Spanischkenntnisse sind begrenzt, aber ich denke, dass ich die Sprache – ähnlich wie Englisch – am besten direkt vor Ort lernen werde.

Eine neue Serie beginnt

Nachdem ich mir vor […]

meskasblog.de/?p=6725

#erfahrungen #instagram





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08.12.2010 20:54
2010 (@2010@jakespurlock.com)

Instagram Diptych

Last night I had the most vivid dream. I dreamt that I drove something that resembled a Las Vegas theme park. All of the lights, sounds and games were there. The differences became quickly apparent. There were families, and happiness; laughter spread throughout the park.

In addition, it seemed that there was a Kodachrome haze that layered over the park. Colors were more vibrant, and it seemed that I had stepped back into the 70s. It was beautiful, and everyone was happy.

This morning, when I was getting ready, I took Rush downstairs to get some breakfast with me. He was quiet, playing in the front room and I got a little suspicious. When I arrived, he was sitting quietly, playing with a nativity toy set near the tree.

I have been using Instagram for a little while, and I have to admit, I am smitten. Many have written on what is great, but I just want to add my two cents. This morning, when I saw Rush, I had my iPhone in my pocket, and my DSLR on the counter right next to me. To shoot the photo, I had a few options.

  1. Take camera from bag
  2. Take flash out
  3. Meter the flash
  4. Replace 18-135mm with f1.8 50mm
  5. Try to compose a nice photo
  6. Take another one with some different flash settings
  7. Try to wrangle Rush back into the spot
  8. Sync camera with computer
  9. iPhoto to Photoshop for editing
  10. Upload to Flickr
  11. Upload to Facebook
  12. Upload to Tumblr
  13. Tweet off a link

Now, with Instagram

  1. Pull out phone, and take photo.
  2. Add a filter
  3. Blast that photo to Facebook, Tumblr, Flickr, and Twitter (and Instagram too).

The dreamy landscape that I saw in my deep in my sleep, quickly became the photo that I took with my phone. The ability to simply share a photo is something that other apps will do, but the community of Instagram, coupled with the ease of use makes this a winner in my book.

#Instagram #iPhone #Photos



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