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30.09.2025 06:00
2025 (@2025@blog.clickomania.ch)

Eine Dystopie, in der es sich leben liesse

Das Buch Der Würfel (Amazon Affiliate) von Bijan Moini wurde mir von meinem Kulturberater empfohlen – also von ChatGPT. Da ist es doch nichts als konsequent, wenn die künstliche Intelligenz auch die Rezension dazu schreibt. Ich frage also: «Wie hat mir das Buch gefallen?» ChatGPT legt mir ungeniert Worte in den Mund. Nämlich die folgenden:

«Der Würfel» ist eine durchdachte Zukunftsparabel mit philosophischer Tiefe und politischer Relevanz, die mich stellenweise sehr angesprochen hat – insbesondere in den Momenten, in denen der Protagonist Eigenständigkeit und Zweifel zeigt und sich gegen das scheinbar perfekte System auflehnt. Die Grundidee ist stark, der Stil prägnant, und die ethischen Fragen bleiben hängen. Was mir jedoch fehlte, war die emotionale Durchschlagskraft in den Figurenbeziehungen – der Dialog zwischen Mensch und Maschine blieb etwas zu steril, um mich völlig zu packen. Trotzdem ein kluges, wichtiges Buch.

Hmja. Die KI liegt nicht völlig daneben, auch wenn ich mich niemals so geschwollen ausdrücken würde.

Stattdessen hätte ich meine Besprechung mit den Parallelen angefangen, die mir zu zwei Büchern aufgefallen sind, die sich mit ähnlichen futuristischen Konzepten beschäftigen: «QualityLand» von Marc-Uwe Kling (Der Techno-Faschismus, der einfach allen Spass macht) und «Thanatopia» Tom Hillenbrand (Zu weit nach oben hochgeladen).

Die total digitalisierte Gesellschaft

Immerhin sitzt er obenauf und liegt nicht untendrunter.

Die Ähnlichkeiten zu Marc-Uwe Kling sind so gross, dass ich einen Blick auf die Erscheinungsdaten der beiden Bücher werfen musste, um zu klären, wer sich (allenfalls) von wem hat inspirieren lassen. «Der Würfel» stammt aus dem Februar 2019, «QualityLand» aus dem September 2017. Trotzdem würde ich Moini keinesfalls ein Plagiat unterstellen: Denn das Thema bietet sich an, und auch ich war nach der Lektüre von Marc-Uwe Klings satirisch-klamaukhaft überzeichneter Erzählung überzeugt, dass eine ernsthaftere Beschäftigung mit dem Thema zusätzliche Erkenntnisse liefern würde.

Beide Bücher werfen die Frage auf, wie es sich in einer zu Ende digitalisierten Gesellschaft lebt. Der Würfel bei Bijan Moini ist die oberste Exekutive in Deutschland und in vielen anderen Ländern, auch in der Schweiz. Sie organisiert das Leben der Bürgerinnen und Bürger anhand von Big Data. Sie hat ein Monopol auf diese Daten und nur sie kann darauf zugreifen.

Das Wirtschaftssystem basiert auf der Tatsache, dass Informationen das Wertvollste sind, was es in einer digitalisierten Gesellschaft gibt. Das ermöglicht den allermeisten Menschen ein angenehmes Leben: Indem sie ihre Informationen preisgeben und sich vollständig überwachen lassen, ermöglichen sie ein Grundeinkommen für alle. Die Berechenbarkeit im Alltag wird belohnt. Wer einen hohen Pred‑Score (für Predictability bzw. Vorhersagbarkeit) hat, bekommt den besseren Job, die schönere Wohnung und geniesst ein höheres soziales Ansehen. Leute mit einem niedrigen Score bilden die Unterschicht.

Berechenbarkeit wird belohnt

Taso Doff ist die Hauptfigur in der Geschichte: Er ist ein Gaukler. Er lehnt den «Kubismus» ab und hält seinen Pred-Score bewusst tief, indem er den Zufall kleine und grosse Lebensentscheide treffen lässt: Er würfelt, welche Kleider er am Morgen anzieht, und er lässt sich von einem Münzwurf leiten, ob er Vorschläge seines Chefs annimmt oder nicht. Randbemerkung: Diese Methode existiert auch in der realen Welt. Eine davon ist Trackthis; bei der werden die Datensammler mit Falschinformationen beliefert. Ähnlich funktioniert das auch bei Trackmenot und Adnauseam (Tracking: Daten-«Vergiftung» als Selbstschutz).

Doch er ist kein Komplettaussteiger wie die «Offliner» oder die Anhänger der Namisch-Sekte. Er bewegt sich in der normalen Welt, weil sein Zwillingsbruder Peter sich voll mit dem Würfel-Lifestyle identifiziert. Gleichzeitig hat er einen Freund Tim in der «Diangonally», einer «würfelfreien Zone». Als Grenzgänger spürt er Anziehungskräfte von beiden Seiten. Es wird schnell klar, dass Taso sich wird entscheiden müssen.

Fazit, bevor ich noch etwas spoilere: «Der Würfel» ist mein Buch des Jahres; die beste Geschichte, die ich 2025 bisher gelesen habe. Die Auseinandersetzung mit einem aktuellen, abstrakten und facettenreichen Thema ist Bijan Moini hervorragend gelungen. Zwar kamen mir bei den ersten Wendungen der Geschichte Zweifel an der Hauptfigur. Doch die hat der Autor am Ende ausgeräumt: Es gibt einen spannenden Showdown. Wegen der Stringenz der Erzählung und der Dringlichkeit des Themas war das Leseerlebnis nachhaltiger als bei «QualityLand» und «Thanatopia».

ChatGPT hat nicht unrecht, die philosophische Tiefe anzusprechen. Möglichst berechenbar sein zu wollen, ist ein direkter Gegensatz zum freien Willen, auf den viele von uns so stolz sind. Dieser Konflikt wird im Buch ausgetragen, indem Taso auf Emma trifft. Sie ist eine Personifizierung des Würfels, die ihm anschaulich vor Augen führt, wie der Würfel Kriminalität und persönliche Tragödien verhindert und die Lebensqualität aller verbessert.

Eine virtuell verschönerte Welt

Die Welt, in der sich Taso bewegt, ist Bijan Moini hervorragend gelungen. Es gibt «Smart Eyes» und «Smart Ears», also vernetzte Kontaktlinsen und Ohrstöpsel, die die Welt virtuell verschönern: Sie ändern das Wetter, sorgen für spektakuläre und abwechslungsreiche Wohnungen, Büros und Innenstädte und erlauben es den Menschen, sich nach ihren eigenen Wünschen zu verschönern: Das ist die Parallele zur Trilogie von Tom Hillenbrand, die den Aspekt des Transhumanismus noch konsequenter vorwärtstreibt.

Drei Einwände: Die etatistische Kontrolle über die digitalen Informationen der Bürgerinnen und Bürger – man könnte überspitzt von «Daten-Kommunismus» sprechen – ist nicht unvorstellbar. Dennoch halte ich nach dem jetzigen Stand der Dinge einen überbordenden Kapitalismus für wahrscheinlicher (Wir müssen zu klugen Daten-Investoren werden).

Es gibt zwar Privatunternehmen in Tasos Welt, etwa ein soziales Netzwerk namens «Soulbook». Doch von der brutalen Gewinnmaximierung, die wir beim realweltlichen Pendant von Herrn Zuckerberg sehen, ist bei Moini wenig zu erkennen. Das liegt daran, dass sich jeder Thriller für einen Bösewicht entscheiden muss. Aber es nimmt der Story vor allem während der ersten Kapitel die Schärfe, indem Nerds wie ich sich ausgezeichnet vorstellen können, in dieser Welt zu leben.

Der erodierende Widerstand

Der zweite Einwand betrifft die Hörbuchvariante von Audible: Ich wurde mit dem Sprecher Frank Riede nicht warm. Der Story hätte mehr Pepp beim Vortrag gutgetan.

Den dritten Punkt kann ich nur mit Spoilern erklären; ab hier nur weiterlesen, wenn ihr die Geschichte schon kennt! Ich war enttäuscht darüber, wie schnell sich Taso von seinen Prinzipien hat abbringen lassen. Ein «Love Interest» ist zwar ein starkes, aber kein sonderlich originelles Motiv für einen Meinungsumschwung. Immerhin ist Dalia, die Sektenaussteigerin, nicht der einzige Grund für die Hauptfigur, ihr Gauklertum zu beenden und zum Kubisten zu werden. Emma als «personifizierter Kubismus» hatte ihren Anteil daran. Es ist auch klar, wie zermürbend es ist, sich den Mehrheitsgewohnheiten zu verweigern. Trotzdem hat der Verrat ihrer Ideale mein Vertrauen in die Hauptfigur erschüttert.

Nun, natürlich entpuppt sich das als erzählerische Finte. Es ist nach der Theorie der Heldenreise die Weigerung des Helden, ein Held zu sein.

Wann kommt Teil zwei?

Taso nimmt natürlich seine Rolle ein und wird – Achtung, jetzt wird es noch viel spoileriger! – ein wichtiger Teil des Widerstands. Zusammen mit einer Frau, die die er bloss als Affäre kennt, die sich aber als Mitarbeiterin des Staatsschutzes unter dem Antagonisten Zonk Schneider entpuppt, unternimmt er einen Versuch, den Würfel zu Fall zu bringen. Mit chinesischer Hilfe schleust er ein (von Hand abgetipptes) Virus in dessen Software ein, das die Selbstzerstörung auslösen soll. Dieses Ende ist spannend erzählt, und es lässt Raum für einen Teil zwei: Die Sabotage misslingt und die meisten Menschen, die kurz ihren Kopf in die Realität stecken mussten, werden zurück in ihre Scheinwelt gesaugt.

Beitragsbild: Die Würfel sind noch nicht gefallen (Edge2Edge Media, Unsplash-Lizenz).

#ChatGPT #Datenschutz #Longread





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30.09.2025 05:27
vietworldnow (@vietworldnow@mastodon.social)

OpenAI đã ra mắt tính năng kiểm soát cho phụ huynh trên ChatGPT nhằm tăng cường an toàn cho thiếu niên. Phụ huynh có thể giám sát nội dung, tạo giờ yên tĩnh và nhận thông báo khi có rủi ro. Một bước đi quan trọng để bảo vệ thế hệ trẻ. ift.tt/F8YX6vl




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30.09.2025 05:17
impress (@impress@rss-mstdn.studiofreesia.com)

ChatGPTから直接買い物できる機能が追加。まずは米国から
pc.watch.impress.co.jp/docs/ne

#impress #市場 #AI #ChatGPT




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30.09.2025 05:04
sajal24x7 (@sajal24x7@mastodon.social)

Claude Sonnet 4.5 out now

I wanted to try out chatGPT before committing to Claude for longer term. I did do that now. It is good at a few things, like, the web agent feature, which I’ve used extensively over the past couple of weeks. OpenAI also released the codex model around that time. For coding tasks it has been better in my experience than Claude, hardly making any mistakes.

📖 Read more: sajalchoudhary.net/micro/claud




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30.09.2025 03:07
codigosleonora (@codigosleonora@mastodon.social)





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30.09.2025 02:30
syntaxseed (@syntaxseed@phpc.social)

Yay... product placement, ads, endorsements & commercial "recommendations" coming soon to #ChatGPT 😵‍💫

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"ChatGPT write me a story about a lost treaure."

"Sure, I can do that.
There once was a legend about the rare and powerful iPhone 16, on sale now for only $999..."
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Whoever could have seen this coming?? 🤔

cbc.ca/news/business/shopify-o

#AI #LLM #ChatGPT #OpenAI #Shopify




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30.09.2025 00:53
GoWeaponsHot (@GoWeaponsHot@mstdn.party)

"Shopify, a Canadian purveyor of e-commerce software, said its agreement will make hundreds of millions of products sold by its merchants instantly discoverable in a format that #AI understands.
When someone asks #ChatGPT for recommendations, the chatbot will be able to access inventory from #Shopify merchants and present it — without links or redirects — for immediate purchase."

castanet.net/news/Business/575




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30.09.2025 00:45
infomaxkorea (@infomaxkorea@mastodon.social)

Etsy shares jumped over 14% after OpenAI announced the integration of instant payment features into ChatGPT, signaling new revenue opportunities for both companies and boosting related e-commerce stocks.

en.infomaxai.com/news/articleV




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29.09.2025 22:49
ianbicking (@ianbicking@hachyderm.io)

I've been thinking about #LLM sycophancy (the tendency of #ChatGPT/etc complimenting the user excessively), and wondering if it has more purpose than simple aggrandizement of the user. That is: is it serving other valid conversational purposes? First an example:

Another LLM tendency is to be verbose, often writing an intro or restatement as the first paragraph of a response. I think this had an important purpose: the quality of response was better when the LLM had an implicit chain-of-thought or reasoning step.

The training unconsciously smuggled a necessary cognitive step (reasoning, reinforcing attention) into the conversation itself. And maybe it's easy to phrase it as an introductory paragraph, because humans perform the same cognitive step in our own writing.

I think this verbosity has become notably better as models make use of reasoning. The verbosity isn't as needed.

Now, what about sycophancy? Is it not just _desired_ but actually _needed_ for some conversational function?

I came up with one example while using ChatGPT Advanced Voice Mode. I find Voice Mode substantially different and worse than using ChatGPT through text. I think a lot of this comes from the compromises for a low-latency experience. It's just not as smart a model.

But I also think they've either prompted or trained Voice Mode to be less sycophantic. Hearing a spoken compliment hits differently than just reading it, and the same words feel awkwardly fawning in voice.

Seems like a great idea, but that reduction in sycophancy has a side effect that annoys me:

Specifically I like to brainstorm in Voice Mode and it has something I'll call "idea stolen valor". (1/2)




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29.09.2025 22:40
everydaymastery (@everydaymastery@mastodon.social)

🌱 Small steps lead to big change.

I’ve just launched two free Everyday Mastery ChatGPT coaches:

The HOW → habits, fitness, mindset resets

The WHY → reflection, meaning, philosophy

Both are designed to make growth more simple and sustainable.

👉 Read the full post link in bio





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29.09.2025 22:31
AbsoluteMemery (@AbsoluteMemery@tribe.net)

#AI #ChatGPT #GPT #Tea #Chai #ChaiGPT #AiRecipe #AiRecipes.

#Meme #Memes #Humour #Humor #Technology #OpenAI





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29.09.2025 22:27
readbeanicecream (@readbeanicecream@mastodon.social)

OpenAI Is Preparing to Launch a Social App for AI-Generated Videos

wired.com/story/openai-launche

Eeeew. AI Slop tiktok.




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